HOMEJahreserstensprüche
In der Sächsischen Schweiz ist es traditionell üblich, anläßlich einer Jahresersten (erste Besteigung im Jahr) einen Spruch im Gipfelbuch zu hinterlassen. Das Spektrum reicht dabei von heiter-sinnlos bis hin zu politisch-ernst. Diese Sammlung zeigt eine Auswahl dieser Sprüche.
Gipfelbuchseiten
auswechseln: das ist der neudeutsche Opportunismus. (zum Thema Deckblatt DDR
-> SBB) Kleene Steene grosse Steene müde
Beene Aussicht
keene. Auerhahn: 1991: Der
Auerhahn, der Auerhahn, der
sieht mich ziemlich sauer an, das
macht mir nichts, weil ich jetzt penne, und
zwar mit seiner Auerhenne. 1992: Erfreu
dich am Gipfel, nicht nur am Spiegelbildes des Berges in der Pfütze. 1993: Seid
furchtbar und wehret Euch! 1994: Und
sei er noch so dick einmal
reißt der Strick das
soll doch nicht heißen, daß
gleich alle Stricke reißen nein
– im Gegenteil: mancher
Strick bleibt heil! 1995: Die
über Nacht sich umbenennen zu
jeder Sache sich bekennen, das
sind die Künstler dieser Welt, man könnte
sie auch Lumpen nennen! 1996: Bergsteigen
macht das Leben nicht leichter, aber es hilft, es besser zu ertragen! 1997: Vollkommenheit
ist die Norm des Himmels, Vollkommenes wollen die der Menschen. Bahnhofswächter1987: Wenn
Bergsteiger so viel Pech hätten, wie sie Glück hatten, gäb´s keine mehr! 1988: Des
Sammlers Glück ist erst vollkommen kann
er die Jahreserste noch bekommen! Gefährlich
leben ist fruchtbar leben: baut Eure Häuser am Vesuv! Bärfangkanzel
1989: In
diesem alten Gipfelbuch gibt´s
dieses Jahr mal keinen Spruch! 1997: Was
die Natur nicht offenbart, das zwingst du ihr nicht ab mit Hebeln und Schrauben. 1998: Die
Güte des Herrn ist, daß wir nicht garaus sind. Sein Erbarmen hört niemals
auf. Bergfreundschaftskegel
1972: Die
Dummen begehen immer die gleichen Torheiten, die Klugen immer neue! 1975: Die
Welt ist so schön und wert, daß man um sie kämpft. 1976: Freiheit
ist eine Geisteshaltung. 1979: Schenkst
du kein Vertrauen, so findest du auch kein Vertrauen! 1984: Eine
die will ich Euch nennen von
der Berge reicher Gaben es
ist das fröhliche Erkennen: Sein
ist immer mehr als Haben. 1989: Lächeln
ist die charmanteste Art, dem Feind die Zähne zu zeigen. 1991: Der
Mensch ist gar schnell zerschellt, auch
wenn er von der Quacke fällt. 1995: Ein
Hoch auf Dietrich Hasse – dem Erschließer der schönsten und meistbgangenen
Wege der Sächsischen Schweiz. Kommentar:
„?????“ 1996: Klettern
ist doch das Schönste. Bewachsene Spitze
1.1.99: Und
wenn einmal reißt Dein morsches Seil, dann
ruf zum Abschied noch einmal: BERG HEIL! Blaues Horn1986: Der
Mut des Steigenden
und
des Sichernden Standhaftigkeit
. einer
ist immer des anderen Fortschritt
und Halt 1987: Vom
stillen Gipfel sind
braune Fichten zu sehn, es
ist zu wünschen daß
bald wieder saubere Lüfte wehn. 1988: Wenn
du keine Chance hast, kannst du keine vertun! 1991: Nun
ist die Welt so groß und weit und voller Bergeshöhn, doch
hier bei uns im Elbetal, da ist´s besonders schön. 1996: Vier
gute Dinge sind in der Welt, altes
Holz, um damit Feuer zu machen, alter
Wein, um ihn am Feuer zu trinken, alte Bücher, um darin zu lesen, und
alte Freunde, um ihnen zu vertrauen! 1998: Du
sollst stets wie an einem Berge leben! 1999: Schnaps
und Wein, das muß sein Bier
vom Faß, das macht Spaß, auf
dem Wege dann ein Sporn, Sturz nach vorn, so
entsteht ein Blaues Horn! Chinesischer Turm1987: Lieber einen Chinesen besiegen, als blau daheim im Bett zu liegen. (Hingeschrieben 1.1.1986 – Bemerkung eines
anderen: Bei der Festlegung des Jahres wart ihr wohl doch blau) Ein Mensch bemerkt mit bitt´rem Zorn daß keine Rose ohne Dorn doch muß ihn noch viel mehr erbosen, daß sehr viele Dornen ohne Rosen! Domwächter12.3.1999: Hab
keine Zweifel an dem,der Dir sagt, er hat Angst, aber hab´ Angst vor dem, der
Dir sagt, er hat keine Zweifel. Dreiwinkelgrundturm1959: Man muß die Freude im Himmel, bei den Bäumen und Blumen suchen, überall blühen Blumen für den, der sie nur sehen will! 1964: Das
Leben ist die Fülle, nicht die Zeit! 1974: Furchtlos
im Wagen (Trabi?) standhaft
im Leid treu
unseren Bergen zu
jeder Zeit. 1976: An
der Größe der Berge erkennen wir das Lächerliche unseren Handelns. 1978: Berg
Heil allen Kletterern, besonders den Anfängern! 1981: Bei
Regen, Schnee und Sonnenschein zieht´s
mich zu den Bergen mein. 1985: Drum
Bergeswelt und Wiesental, das neue Jahr mag´s bringen, daß
ich von mancher Gipfelruh mein Berg Heil laß erklingen. 1987: Bergeswelten
unerschaffen in Unvergänglichkeit, mit euch ist die Ewigkeit. 1989: Nur
wer die Einsamkeit kennt, liebt auch die Freiheit! 1993: Du
sollst die Berge nicht mit Ruhm entehren, du sollst nach ihrer Substanz suchen. 1997: Große
Gipfel, verzeiht den, die
auf euch ohne Seil gehn. Dürrebielewächter, Hinterer1.1.99: Für den Optimisten ist das Glas halb
voll,für den Pessimisten halbleer, und der Realist verdrückt sich
beizeiten, damit er es nicht abwaschen muß! Dürrebielewächter, Vorderer 01.01.99,
01:01 Uhr: Wenn der Bleistift hinunterfällt, hat man sich umsonst gequält.
Edelweißturm, Kleiner1988: Der
Mensch lebt nicht vom Brot allein. 1989: Und
die Berge bleiben uns doch! 3.10.1990: Berg
Heil, Deutschland! Eliska
(Adrspach) 22.5.1999: Gefangene
Vögel singen von Freiheit, freie Vögel fliegen.
Falkenturm1.1.99 Im
Falle eines Falles ist gut fallen alles! Fensterturm1953: Gelobt
sei, was hart macht! 1954: Auf
den Bergen wohnt die Freiheit, wohnt das Licht. 1955: In
Sonnennähe möcht´ ich stehn –
denn
all mein Sehnen gilt den lichten Höhn. dem
Berg, der im Lawinendonner dröhnt Dem
Lied, das leis im Gipfelglück ertönt! 1960: Die
Berge sind stumme Meister – und machen schweigsame Gesellen. 1966: Die
Jahre vergehen, doch
unsere Berge bleiben bestehen. 1975: Härte
dich ab, wenn dies am Schwersten fällt! 1976: Mancher,
der nach Höhen strebt, entsetzlich
doch am Boden klebt! 1977: Wir
wollen frei sein, wie unsre Väter waren. 1988: Verhasst
ist manchem der Hahn, der kündigt
des Morgens Nahn, doch
ob ihr ihn auch tötet, es
kommt doch die Morgenröte. 1989: Die
Macht der Wahrheit lässt die Macht ohne Wahrheit bröckeln. 1991: Wer
vergisst, was gut war, wird böse, wer
vergisst, was schlecht war, wird dumm. 1992: Deutschland
vergeht – die Berge nicht. 1993: Bei
–13°C und Sonne in diesen Ritzen kamen
auch wir ganz schön in´s Schwitzen. 1995: (Nur)
in brüchigem Gestein ist bei oder vorübergehend nach Regen das Klettern nicht
gestattet. (4.3. Sächsische kletterrregeln) 1998: Auch
wir sind teile der Natur. 2000: Die
Zeit ist nur der Massstab, den wir an den Lauf der dinge legen. Aufruhr
im Universum, ein
gespenst geht um, das
Millenium. Jetzt
ist hier zu lesen,
es sind zwei Bergfreunde gewesen. Frühlingswand1972: Wir wollen Tage haben, an denen wir am
Morgen den Lohn des Abends noch nicht kennen. 1978: Wer erfolgreich sein will, muß zu
Beginn die richtigen fragen stellen. 1991: Alles für unser deutsches Vaterland! 1995: Wirklich oben ist man nie. 1997: Steh ich am Berg, ist für mich
Sonnentag wie auch das Spiel des Lichtes sei, wenn ich zum Berg meine Liebe trag, föhl ich mich glücklich, froh und
frei. Frauentag
1997: Als Gott das Weib erfand, beging er
seinen größten Fehler. 2000: Es schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort, die ganze Welt hebt an zu singen, findest du das Zauberwort. GanskopfSeien
wir doch mal ehrlich , Leben
ist immer lebensgefährlich. 1986: Alle
haben den gleichen Himmel, aber
nicht alle den gleichen Horizont. 1989: Der
Weg zum Gipfel ist wie der Weg zu sich selbst – ein Alleingang. Gansriff1986: Wer
aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein. Haben
den Gipfel erklommen im trüben Monat März, und
konnten kaum fassen, wir waren hier oben zuerst. GansscheibeFuchs
sein bedeutet nicht bloß Schwanz haben. 1988: Diese tschechischen
Sportfreunde sollte man bestrafen! Sie klettern mit Magnesium!
Blauer
Himmel, Sonnenschein so
muß eine Jahreserste sein. Heil
denen, die bei Schnee und Wind am
Fels die Jahresersten sind. Gansturm1987: Nicht
immer siegt, wer mutig wagt, doch
stets verliert, der feig verzagt. 1990: Lebet
wohl ihr glatten Säle glatte
Männer, glatte Frauen auf
die Berge will ich steigen lachend
auf euch niederschauen. 1994: Ob
Gansriff, Ganskopf, Gänseei -
springst
Du runter – ist´s vorbei Goldsteighorn1943: Die
Tiefe ruft Wald
rauscht herein, unsterblich
wächst uns Heimat ein. 1954: Meine
größte Freude ist auf den Bergen! Sonnenwende
1954: Kannst
du nicht wie ein Adler aufwärtssteigen, so steige langsam Schritt für Schritt
bergan; Nur
dem soll die Welt zu Füßen liegen, der den Gipfel mit Mühe gewann! 1962: Nicht
was du bist, bestimmt den Wert, wie
du bist, ist, was dich ehrt. 1967: Wenn
wir auf dem Gipfel steh´n und
ins Tal herniederseh´n, leuchtet
unser Blick... 1977: Hier
ist Frieden – hier ist Stille hier
versinkt des Menschen Wille. 1982: Wenn
du dir alles unterwerfen willst, unterwirf dich deiner Vernunft. 1983: Wo
es sich um Atomwaffen handelt, kann kein Volk seinem Gegner sagen: „Nun wollen
wir miteinander Selbstmord begehen, indem wir die Erde vernichten“: 1986: Dem
Ersten gebührt der Ruhm, haben es die Nachfolger auch besser gemacht. 1987: Was
ich weiß, macht mir nicht heiß. 1990: Nie
wieder SED-Sozialismus. „Aber vielleicht CDU-Marktwirtschaft“ „Du Nuß“ 1999: An
dem Golde hängt doch, nach dem Golde drängt doch alles, ach, wir Armen. 2000: Leben
ist Risiko, mehr Risiko ist mehr Leben. Goldstein1956:
1957: Besteige
die Berge
Wohl fand ich oft, wann
Du willst,
was Aug und Ohr ergötzten,
aber
vergesse nie,
doch nie was meine Berge daß
ein einziger
mir ersetzten. unbedachter
Schritt das
Glück eines ganzen
Lebens zerstören
kann.
1958:
1960: Unversiegtes
Rauschen
Viele stürmen heut´die Höhn in
der Bergeswelt
nach eigenen Sportbegriffen. dir
vermag zu lauschen
Der Fels wird jedoch kaum gesehn, nur
wer ungesellt.
geschweige denn begriffen. 1967: Wehe!
Es kommt die Zeit, wo der Mensch den Pfeil seiner Sehnsucht nicht mehr über den
Menschen hinaus wirft! Und
wehe! Wenn die Sehne seines Bogens verlernt hat zu schwirren!
(Nietzsche) 1968: Wenn
ihr das angenehme verachtet und das weiche Bett, und
von allem Weichlichen euch nicht weit genug betten könnt, das
ist der Ursprung der Tugend! (Nietzsche) 1970: Sich
in diese Welt als in etwas Unabänderliches zu fügen, heißt
feige unter die allerschöpflichste Knechtschaft sich beugen, heißt
den Gott in uns mit eigenen Händen zu ersticken! 1974: Wir
gehen hellen Blickes in
den Winter hinein mit
dem Gedanken: Nicht,
daß die Stürme an
uns vorübergehen mögen, sondern
daß wir sie bestehen. 1976: Sieh auch das Leben in den Tälern
an–erst dann begreifst Du ganz die Majestät der Gipfel. 1978: Die
Jugend ist die Zeit,
Weisheit zu lernen, das
Alter die Zeit,
sie auszuüben. 1979: Das
Klettern ist der Erde schönster Sport, und
wird es bleiben fort und fort. 1981: Wer
zur Quelle will, muß gegen den Strom schwimmen! 1982: Freiheit
– Gleichheit – Brüderlichkeit 1983: Auf
ein Neues! 1985: Wir
grüßen die „Separate Realität“ und wünschen allen Bergkameraden ein glückliches
Jahr! 1986: Das
Ziel sucht den Pfeil... 1987(!): Die
Saurier sind ausgestorben, weil sie zuviel „Panzer“ und zuwenig „Gehirn“
hatten! 1989(!): Über
Spanien lacht die Sonne, über die DDR die ganze Welt!!! 1988: Ich
kann meine Träume nicht vertagen, ich schulde ihnen noch mein Leben. 1992: Power
from the Eastside! GratwandDie
Berge machen das Leben nicht leichter, sie helfen nur, es zu ertragen. 7.10.1990: Es
lebe die DDR im 41. Jahr ihres Vergehens! Es
ist nun so auf dieser Welt, das
Leichte steigt, das Schwere fällt. Großlitzner1942: Nur für
die Berge leben soll unsere Losung sein. 1944: Wie
sich die Welt auch ändern mag in ihrem Leben und streben – Bergvolk
und grüne Bergeswelt haben ewiges Leben. 1952: Auf
den Bergen wohnt die Freiheit, auf
den Bergen wohnt das Recht. 1952
zum Zweiten: Erst
eine lange und breite Erklärung, obige Jahreserste sei ungültig, da bereits um
23:30 Uhr einer auf dem Gipfel war. Dem folgt wieder die Erklärung der ersten
Seilschaft: Ja, aber der letzte Nachsteiger war erst 00:10 Uhr oben! „Der
Berg kann sich nicht erhöhen, aber der Menschen Seele erhebt sich auch unter Rückschlägen..“ 1955: Wie
kann ich sagen, was mich ganz erfüllt, ich
trag in mir der Berge lichten Schein und
dieses Leuchten alles in mir stillt, es
ist ein Gottesgeschenk für´s Erdendasein! Steig
ich zu Berg, ist für mich Sonnentag,
wenn ich zum Berg meine Liebe trag´, wie
auch das Spiel des Lichtes sei,
fühl ich mich glücklich, froh und frei. 1957: Drum
lasset Euch sagen in Sturm und in Not: den
Bergen die Treue ist unser Gebot! 1961: Die
Tat ist alles, nichts der Ruhm! 1965(!): Korrigiertes
Deckblatt: Unser Sport dient 1967: Was
uns das Jahr auch bringen mag – Gesegnet
sei ein jeder Tag, wo
gute Freunde bei uns weilen und
unsere Freude mit uns teilen. 1969: Nimmermehr
geht jemals verloren, was
Erleben war am Berg, immer
wieder wird neu geboren drängt
zu Taten und zum Werk. 1973: Wohl
ist die Welt so groß und weit und voller Sonnenschein, das
allerschönste Stück davon ist meine Heimat mein. 1985: Je näher
uns der Horizont, desto näher scheint uns der Staub, in dem wir stehen. 1986: Schwer
ist der Kampf an schroffen Zinnen, keiner zwingt die Wand allein, willst
Du erfolgreich sein im Leben, so müssen Freunde bei Dir sein. 1990: Wenn
Schnee und Eis die Wände glätten, dann
ist Winter, woll´n wir wetten! 1992: Die
Pflicht zu dulden gibt uns das Recht zu wissen. HallensteinMärz
1989 (!): Wer
mit offenen Augen das Sterben sieht, weiß, daß man nicht zur Urne geht. (ohne
Namen) Heini8.1.2000 Ehre
sei Gott in der Höhe, er
hat die Berge so hochgestellt und
tat damit seine Weisheit kund, damit
nicht jeder Lumpenhund, mit
denen die Täler so reichlich gesegnet, dem
Kletterer hier oben begegnet. HeringsgrundturmEs gibt ein kostbar teures Pfand -
nur wenigen zu eigen, des Seilgefährten Herz und Hand -
mag auch die Zunge schweigen. Heringstein
1990: Als
Kreuzung zwischen Mensch und Affen Hat
Gott den Kletterer erschaffen. 1991: Das
Muß ist hart, beim Muß kann man sehen, wie´s inwendig steht. Denn willkürlich
leben kann jeder. 1992: Allen Bergfreunden ein
gesundes Jahr und schöne Erlebnisse!
1994: Du
sollst die Berge nicht erklären, du sollst nach ihrer Seele suchen. Heringsteinkegel
1957:
1958: Warum sind die Berge so hoch gestellt?
Nicht immer siegt, wer kühn gewagt Damit
nicht jeder Lumpenhund
Doch stets verliert, wer oft verzagt. Mit denen die Täler so reich gesegnet Dem fröhlichen Wanderer hier oben
begegnet. 1962: Aber das Glück wird mit uns sein, wenn
wir mit ungebrochener Zuversicht an den Erfolg glauben! 1965: Ebenso wie einer beschaffen ist, ist
auch sein Ziel, nach dem er strebt. 1967: Du fragst, was ich zum Gipfel steige, nach Sinn, nach Zweck und nach dem Ziel und meine Antwort – sieh ich
schweige, wer spricht vom heiligsten Gefühl. 1969: Die Strahlen der Sonne der Fall des Regens, der Flug des Vogels der Hauch des Windes machen vor keiner Grenze halt. Nur der Mensch scheitert am eigenen Ungeist. Herkuleskopf
1986: Das
Klettern und das Singen das
kann man nicht erzwingen, da muß
man eben springen. 1989: Wir rüsten
ab - der Wald ist schon fort. 1994: Nicht
weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern
weil wir es nicht wagen, ist es schwer. Herkulessäule, Kleine
Kraft
macht keinen Lärm, sie ist da und wirkt. Herkulesstein, Kleiner
1988: Der
Witz der ganzen Kletterei ist,
daß man selber steigt dabei und
sich nicht schamlos und beschissen läßt
einfach vom Führer hissen. 1991: Du
darfst nicht nur wollen , sondern mußt es auch tun. 1994: Ursprünglich
eigenen Sinn laß
Dir nicht rauben, was
die Menge glaubt, ist
leicht zu glauben! Hickelturm, Unterer1965: Auf den Bergen wohnt die Freiheit! 1968: Schaue hinab! Und Du bist glücklicher
als die, die unten oben sitzen. 1973: Wer mit ehrlichem Sinn die Berge
betritt, dem geben sie mehr, als er bedarf. 1982: Nicht immer siegt, wer mutig wagt, doch stets verliert, wer feig verzagt! 1987: Wenn die Sonn vom Himmel lacht, ziehn wir in der Berge Pracht. 1989: Meine Liebe ist auf den Bergen! 1991:
Wie gewonnen, so zerronnen. 1992: Bei Tag wir in der Südwand schwitzen und abends in der Schänke sitzen. 1994: Auf dem Gipfel ist die Freiheit, und
ich muß zurück ins Tal. 1997: Auch wir werden um unser Heimatrecht im
eigenen Land kämpfen müssen! Hladka (Adrspach)1997: Was
uns nicht umbringt, macht uns hart! Jortanshorn1944: Der höchste
Reiz der Bergersteigung ist, auf einem Thron allein zu sein. 1947: Zagend
Herz bleibt talumwoben, auf
zum Licht – führt Mut allein. Wir
Bergfreunde darum geloben: Treu
uns selbst – treu dem Gestein. 1949: Sei
mutig im Wagen, verzagt nicht im Leid, bleib
treu Deinen Bergen, treu alle Zeit. 1955: Neuen
Mut zu jedem Kampf und Leid hab´ich talwärts von der Höh´getragen. 1961: Für
den wahren Bergsteiger liegt der Lohn der alpinen Tat in ihr selbst,
Auszeichnungen dafür lehnt er als eine mit dem innersten Wesen des Bergsteigens
unvereinbare Betonung des rein sportlichen ab. 1962: Der
Geist, aus dem wir handeln, ist das Höchste! 1963: Grauer
Fels im Sonnenstrahl Grüner
Wald im engen Tal Fester
Druck der Manneshand Ewig
dein mein Bergesland. 1964: Hohe
Berge halten des Menschen Sinn gefangen und bringen sein Bestes zur Entfaltung. 1972: Ein
neues Jahr – in neues Hoffen Und
wieder nichts eingetroffen – weiter hoffen! 1980: was
uns nicht umbringt, macht uns nur härter! 1981: Es
ist soviel Energie in dieser Welt, als Hoffnung darin ist. 1983: Ein
junger Bergsteiger muss kein schlechter Bergsteiger sein, doch der ältere
bergsteiger ist der Bessere von Beiden. 1988: 1990: Je höher
die Berge, desto schärfer der Wind, je hübscher
die Madln, desto kloaner die Sünd. 1994: Leute
, die nur klettern im Sinn haben, dürfen sich nicht wundern, wenn sie von Laien
als Menschen mit affenartigen Verhaltensweisen angesehen werden. 1995: Oh Brüder,
hebt die Gläser hoch, es leb´die Heimat mein, der
hohe Berg, das tiefe Tal mein Madel und der Wein. Kampfturm1942: Nur für
die Berge leben soll unsere Losung sein. 1944: Ihr
Berge seid meine einzige Liebe. 1947: Und
die Berge bleiben uns doch. 1968: Wieder
stehn wir am Gipfel Entrückt
von Raum und Zeit Unter
dir, über Wälder und Wipfel, schweigt
Einsamkeit. 1984: Das
Bergseil – Richtschnur unseres Handelns. 1997: Im
Kamin geklemmt ganz schlank, oben
kein Nationalparkwächter–Gott sei Dank! 30.10.1998: Ein
Stein reicht. (A. Einstein) 1999: Jeder
Berg MEIN KAMPF. Kampfturmwächter1989: Es
genügt nicht, keine Ideen zu haben, man muß auch unfähig sein, sie zu
verwirklichen. 1991: Deutschland
einig Vaterland. 1993: Geschlechter
kommen und gehen Nur
die Berge, die bleiben ewig bestehen. 1996: Wir
haben uns die Natur von unseren Kindern nur geborgt. (Aber
von zurückgeben hat keiner was gesagt.) (<- sehr geistreich!) Kathinkaturm1956: Die Berge sind stumme Meister und
machen schweigsame Gesellen. 1961: Grau schleicht der Negel durch´s öde
Tal, doch unsere Berge trifft früh der
erste – und abends der letzte Sonnenstrahl. Deshalb haben Menschen, die die Sprache
der Berge verstehn, auch die Kraft, furchtlos durch den
Nebel zu gehen. 1965: Nicht nur der Berg allein, auch der Weg soll Dir Erlebnis sein! 1966: Merkt auf, wir grüßen Berg und Tal... 1973: Unsere Bergwelt ist frei von Lüge und
Heuchelei, auch darin liegt ihre unendliche Größe. 1986: Nur tote Fische schwimmen stromab. 1989: Froh durch das Leben wandre sprich wahr, überleg nicht lang, verlaß dich nie auf andre erwarte niemals Dank. 1990: Aus dem Tale steigt der weiße Nebel
wunderbar. 1991: Uns fällt kein Spruch ein: „Hurra
Deutschland!“ 1993: Beim sächsischen Klettern heiligt der
Zweck die Mittel. 1994: Es gibt nichts schönres für den Geist als ein Kletterseil, was reißt dies sprach der Alpinist dem Gefahr Vergnügen ist und da hüpft er über den höchsten
Stamm und da kriecht er durch die tiefste
Klamm bis er endlich runterfliegt und dann ruft er noch vergnügt als sein letztes Wort: „Dies ist doch ein gesunder Sport!“ 1995: Die wenigste Zeit hat man im Ruhestand. 1996: Auch beim Klettern schützt Alter vor
Torheit nicht. 1997: Daran erkenn ich den gelehrten Herrn, was ihr nicht faßt, das steht euch
weiter fern, was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, zählet
nicht was ihr nicht wäget, meint ihr, habe
kein Gewicht. 1998: Der stärkste Muskel beim Klettern ist
die Psyche. 1999: Nicht die Form der Berührung mit den
Bergen ist maßgebend, sondern die
Gesinnung. 20.6.1999. „Liebe Kathinka, willst du meine Frau
werden?“ „Wenn du auch unbegabte Kletterinnen lieben möchtest, dann JA!“ 2000: Da war die Überraschung groß – Dieses Jahr war noch gar nichts los. Kiebitz1.1.99: Ein
Kletterer ist schnell zerschellt, auch
wenn er nur vom Kiebitz fällt! Klingermassiv1.1.2000: Man
lebt nur einmal. Ausruhen kann man auch, wenn man tot ist. Krampus1985(!): Selbst ein Hund kann
gehen, wohin er will!
1991: Ach
das liebe Gleichgewicht, wenn
man´s braucht, dann hat man´s nicht! 1995: Die
Welt lebt von Menschen, die mehr tun, als nur ihre Pflicht. 1996: Glück
läßt sich finden, halten ist Kunst. Lärmchenturm1991: Als
ich hier vorbeigehascht war
ich ganz schön überrascht ´91
der Erste zu sein und
mir fiel kein Spruch gleich ein. Leichte Zacke
Riesig
sind die Berge und
wir sind nur die Zwerge. Lilienstein - Westecke8.1.2000 Lieber vom Fels zertrümmert
als
von der Frau verkümmert.
Liliensteinwächter8.1.2000: Sauf
bis Dir die Naseglüht Rot
wie ein Karfunkel Damit
Du eine Leuchte hast in
des Daseins Dunkel. Lorenzstein, Großer1992: Es
ist leichter, ein guter Kletterer zu werden, als ein alter. 13.8.1994: 33
Jahre danach! Was
uns blieb, war das „Leben in den kleinen Felsen“ – wollen wir nie
vergessen, daß sie uns Zuflucht waren in trüber Zeit. Lorenzstein, Kleiner1986: Das Können
ist des Dürfens Maß. LorenzsteinnadelDie verstehen nur sehr wenig, die nur
verstehen, was sich klären läßt. 1988: Ist auch der Fels noch grau in grau, uns hebt´s hinweg von Bier und Frau! 1990: Ob im Sommer beim Klettern ob im Winter beim Brettern die Alte wird immer wettern! LößnitzturmDer
Berg ist ernst, und
in des Menschen Schicksal greift er ein, doch
wenn Du seine herbe Sprache lernst, fühlst
Du die Ewigkeit im Stein. 1965: Es
ziehen die Nebel durch´s blühende Tal, laßt
ziehen das graue Gewimmel! Es
leuchten die Berge im Sonnenstrahl und
weisen die Pfade zum Himmel! 1966(!): Mag
sich die Menschheit auch in Tyrannenklauen winden, wir
werden von den Bergen der Freiheit recht verkünden! 1983: Brüder
der Berge, auf in die Berge gegangen, sie
zu bewahren sei unser einzig Verlangen! 1997: Wir
sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere uns haben wollen. Meilerstein1965: Sonne,
leuchtet mir in´s Herz hinein. Wind,
verweht mir Sorgen und Beschwerden. Tiefre
Wonne weiß ich nicht auf Erden Als
im Weiten unterwegs zu sein. 1966: Es
gibt Menschen, die das Bergsteigen ablehnen, weil es gefährlich ist. Es ist gefährlich,
aber es gibt im Leben nichts, das wert wäre zu tun, ohne ein gewisses Risiko in
sich zu haben. 1968: Im
Höherstreben die Welt erleben, Im
Bergbezwingen das All erringen, den
Feuergeist kühlen –
(C2H5OH?) Gottnähe fühlen! Und
danken still –
Das
ist unser Ziel. 1972: Hier
ist Fried, hier ist Stille Hier
versinkt des Menschen Wille Vor
der mächtigen Natur. 1976: Fragt
man mich, wie der Bergsteiger sein soll, so möchte ich sagen, er müsse
wahrhaft sein, vornehm und bescheiden. 1978: Wer
rückwärts sieht, gibt
sich verloren. Wer
aufwärts will, muß
voraus schau´n! 1983: Wir
wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, und
uns nicht trennen in Not noch in Gefahr. Wir
wollen frei sein, wie es die Väter waren, eher
den Tod als in Knechtschaft leben. Wir
wollen trauen auf den höchsten Gott und
uns nicht fürchten vor der Macht des Menschen. 1986: Mit
langem Schritt und krummem Knie Kommst
Du bergan und weißt nicht wie. 1987: Das
Können ist des Dürfens Maß! (Wer´s
übergeht, verliert den Spaß)
26.5.90: John
Bird with the best fight-boots of the world from the German „Bundeswehr“.
Good luck for the next profi-climbers. 1997: Eisverkrustet
auch wir... 19.5.97: Ich
bin hier gewesen, das
kann jeder lesen. Durch
den Schinderkamin Ei
war das schien. Michaeligstagstein1989(!): Aus grauer Städte Mauern - ziehen wir
bald in die Welt. OchelspitzeIn
einer gar so schlechten Lage heißt
es besonders aufzupassen. Steht
Dir das Wasser bis zum Halse darfst
Du den Kopf nicht hängenlassen. Wenn
einer, der mit Mühe kaum geklettert ist auf einen Baum, schon meint, daß er
ein Vöglein wär, so irrt der sich sehr. Pascher15.1.00: Man
muß die Welt nicht verstehen, man muß sich nur darin zurecht finden.
Pechofenscheibe1987: Manche
glauben, die Welt durch den Sucher ihrer Kamera entdecken zu können und haben
doch nur schwarz-weiße Bilder. Kommentar:
Du hast wohl keine Ahnung, aus schwarz-weißen Fotos die Natur zu erkennen, in
bunt braucht man nicht viel Fantasie .... 1991: &
Nu? 1992: Arbeit
nein danke, Stütze ja bitte. 1998: Der
Weg ist das Ziel... Pilzturm1958: Solang´auf
unseren Bergen der
Freiheit Odem weht soll
unsere Freundschaft dauern sorgt,
daß sie nie vergeht. 1960: Wer
nie auf Bergeshöhn stand, den
Gipfel nie erstrebte, wer
nie ihren Reiz erlebte, wer
immer schlief im Grandhotel, und
niemals auf der Hütte, der
ist kein rechter Berggesell, paßt
nicht in unsere Mitte. 1961: Wie
sich die Welt auch wandeln mag, rastlos im Leben und streben, Bergvolk
und grüne Bergeswelt haben ewiges Leben.. 1962: Der
Berg ist ernst Und
in der Menschen Schicksal greift er ein – Doch
wenn du seine herbe Sprache lernst Hörst
du die Ewigkeit im Gestein. 1964: In
den Bergen wohnt die Freiheit In
den Bergen sind wir zu Haus. 1965: Die
Berge sind meine Welt. 1970: Gewalt löst keine
Probleme! Kommentar:
Meinst Du die Mauer?
1972: Öffne
Deine Seele in der Bergnatur, laß
sie aufwärts streben über heiliger Flur. 1977: Es
ist egal, was Du in den Bergen tust, viel wichtiger ist, wie Du zu Ihnen stehst. 1982: Nur
ein toter Fisch schwimmt mit dem Strom. 1985: Wewrd´ich
zum Augenblicke sagen, verweile doch... 1989: Eines
möchte ich euch nennen von
der Berge reicher Gaben: es
ist das Erkennen: Sein
ist immer mehr als Haben! 1990: Wer
gutes will, sei zuerst gut. 1997: Was
du glaubst, es tun zu können oder es träumst, tue es. In der Kühnheit liegt
Kraft. 08.03.1997: Der
Mann im Tal, er träumt vom Berg, der
Kletterer vom Bier, der
eine will gern oben sein, der
andre ist schon hier. 24.5.1997: Hartnäckig
weiter fließt die Zeit, die
Zukunft wird Vergangenheit. Aus
einem großen Reservoir ins
andere wechselt Jahr um Jahr. 1998: Das
beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen, ist: beim Erwachen daran zu denken, ob
man nicht wenigstens einem Menschen an diesem Tag eine Freude machen könne. 1999: Wie die „Letzte“,
so sei auch die „Erste“ den Pilztürmern ein Ziel!
2000: Des
Sammlers Glück ist erst vollkommen, kann
er die Jahrtausenderste noch bekommen! Planspitze1.1.99: Wer kämpft,
kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren! PopanzSchöner
als die Berge sind nur die Berge. Das
Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Welche
Pracht liegt Dir zu Füßen, kannst
Du die Aussicht hier genießen. Richterschluchtkegel1947: Steigt nur ohne Zagen, ohne Fragen, schweigt nur, gegenseitig unvergrollt, zeigt nur mal in späteren Tagen ob ihr Falllaub herumgetragen
oder Gold. 1951: Nicht immer siegt, wer kühn gewagt, doch stets versagt, wer feig verzagt. 1953: O Du mein Bergesland O Du mein Heimatland Dir gilt meines Herzens heiße Liebe. 1960: Kannst du nicht fliegen wie ein Adler, so steige schritt für schritt bergan. Nur dem soll die Welt zu Füßen
liegen, der die Gipfel mit Mühe gewann. 1961: Die Berge sind schweigsame Lehrer Und die Bergsteiger schweigsame Schüler. 1962: Allen Gewalten zum Trotz sich erhalten, nimmer sich beugen, kräftig sich
zeigen. 1964: Heil Dir, Geselle! Trink aus dem
Eiskelch, mit Firnmet gefüllt. 1966: Ob Band, ob Riß, ob steile Wände, vertrau aufs Herz, auf Füß und Hände! Richterschluchtkopf1984: Alle
Kraft treibt vorwärts in die Weite zu laben und zu wirken
hier und dort
dagegen
wogt und kommt von jeder Seite der
Strom der Welt und reißt uns mit sich fort. 1991: Es
gibt kein Glück im eigentlichen
Sinn, sondern nur die Fähigkeit, glücklich zu sein. 1993: Wenn
der letzte Baum gefällt, der letzte Fisch gegessen, der Fluß vergiftet ist,
werden die weißen merken, daß man Geld nicht essen kann. 1996: Sehnsucht
ist alles, haben ist nichts. 1997: Märzenschnee
tut den Fingerkuppen weh, Märzensonne –
Kletterwonne!
Schiefe Zacke1989: Nur
ein Gefangener, der sich bewegt, merkt seine Ketten. Schreckensteiner Turm2.5.1956: „Auf einer Grenzstreife bestiegen von.... . Es wurde
die Feststellung gemacht, daß es sich mit beschlagenen Stiefeln schlecht
klettern läßt. Es war mein erster Gipfel.“ „Romane
gehören nicht ins Gipfelbuch.“ „Werdet
Mitglied im DTSB“ 22.11.1959: Sehnsucht aber hat ein unendliches Ziel: es liegt nicht nur in der Unendlichkeit, sondern es ist sie selbst! 1960: Dein ist mein Herz, o Bergesland, Dir bleib ich treu, mein Leben lang. 1962: Es blühen die schönsten Blumen dort, wo sich im Kampf des Lebens Linien mit dem Land des Todes schneiden. 1995: Wird´s
besser, wird´s schlimmer? Fragt man alljährlich. Seien
wir ehrlich, Leben ist immer lebensgefährlich. 1996: Willst
Du immer weiter schweifen sieh
das Gute liegt so nah Lerne
nur das Glück ergreifen denn
das Glück ist immer da. 1997: Wir
frieren wie die Schweine an
Hände, Finger und Beine! 1999: Bergfreunde
sind Schweine! Schroffer
Stein, Vorderer Von den Steilwänden des Lebens stürzen
viel mehr ab als von denen der Berge. Schwarzschlüchteturm1946: Wer
sich auf die Berge stellt, bleibt
einsam, bis der Sturm ihn fällt. 1954: Hoch
in den Bergen steh ich nun hier, umweht
von Frische und wohl wird mir. 1965: Nur
der verdient sich Freiheit wie das Leben, der tagtäglich sie erobern muß. 1967: In
Sonnennähe möchte´ich stehn und
meine Sehnsucht gilt den lichten Höhn! 1972: Wenn
wir zum Gipfel streben, sind wir der Sonne näher. 1974: Bergsteigen ist mühsam
– aber auf der Höhe stehen schafft Freude!
1975: Je
höher der Weg hinauf führt, desto niedriger wird, was wir zurücklassen. 1976: Die
Berge stehen abseits von der Unrast der Zeit. Das zieht uns zu ihnen. 1996: Auch
Irrtümer führen zur Erkenntnis! 1997: Dinge,
die erreicht werden können, sind es nicht wert, erreicht zu werden! 2000: Der
Kapitalismus hat nicht gesiegt, er ist bloß übrig geblieben! Schwere ZackeDer
verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat. Lieber
eingebildet ausgehen als ausgebildet eingehen. Seehorn, Kleines1986: Es wird nie darauf ankommen, wie hoch und schwer man steigt, wie weit man reist, sondern darauf, was man von seinen Wegen an Erlebnissen mitbringt. SonnenwendsteinEs
gibt kein eigentliches Glück, es gibt nur die Fähigkeit, glücklich zu sein. Überall
ist Platz für
einen guten Satz. Souffleur1990: Im Herbst flogen die Vögel gen Süden
Was hat uns wohl bewogen und kommen im Frühjahr zurück,
daß wir uns hier hochgezogen? doch wir mußten die ganze Zeit warten
Wir sind jetzt alle oben aufs erste Gipfelglück:
und das ist wohl zu loben! Kein Berg ist uns zu steil
Wir seilen jetzt wieder ab kein Weib zu geil
und das auch nicht zu knapp! jederzeit ein gutes Seil.
Sonst schweben wir über´m Boden Allen ein kräftiges Berg-Heil!
und das ist nicht zu loben! Auch Sachsen wird wachsen.
Wir fahr´n dann wieder heim -
FEIN! Spitzes Horn, Kleines1.5.1962: Hinauf
in meine Berge, hinauf
zu Luft, Licht und Freiheit! Fort
aus dem Tiefland, macht
Platz ihr alle, gebt
uns Raum! 1963: Hebe
deine Augen auf zu den Bergen, von denen dir Hilfe kommt! 1968: Sei
deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht. 1972: Wohl
gibt es Ebbe und Flut doch
das Meer bleibt das Meer und
sei es in der Liebe zur Natur... gibt
es Zeiten der Kraftlosigkeit und Erschöpfung nicht
aber ein bleibendes Deplacement
(van Gogh) 1981(!): Denke
ich an Deutschland in der Nacht Bin
ich um den Schlaf gebracht. 7.10.1985: Tag
der Diktatur des Proletariats 1986: Bergsteigen
ist eine Gratwanderung zwischen Traum und Wirklichkeit. 1987: Klettern
ist intensiv leben. 1989: Bergsteigen
ist eine Weltanschauung, sie beinhaltet Kameradschaftlichkeit,
Naturverbundenheit und Freiheit. 1991: Von
der Höhe des Berges schaust
du das Leben von
der Höhe des Lebens schaust
du die Erinnerung 1994: Es
sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten. Spitzhübel6.8.1949: AUS DEM GRAUEN TÄGLICHEN TAL GESTIEGEN liegen Wiesen Und Wälder zu Füßen, die oft krank und müde sind... VOM Winde getriebenen Wolken folgen feuchte Augen, die sich festsaugen am Horizont, der von Sehnsucht nach Weite besonnt, weiße Bastionen als glänzende Kronen über blauen Bergen trägt... UNBEWEGT, aus der Tiefe der Zeit wachsen Felsen der Einsamkeit zu Türmen, die Wassern und Stürmen zum Kampfe bereit trotzig ihr Haupt erheben... (Kommentare: „Verkanntes Talent“,
„Die Rehlein falten die Zehlein!“) 29.4.1950: Ein Falkenschrei in freier Luft Ein Atemzug von Waldesluft Ein Blümlein blau im Wiesengrund Das sei mein Genuß zu dieser Stund! 30.7.1950:
14.9.1950: Vorausbestimmt zur Sternenbahn,
Nur Abgrund rings und Totenstille, Was geht Dich Stern das Dunkel an,
Vom Pfade wichst du, so war dein Wille. Roll selig hin durch diese Zeit,
Nun Wand´rer blicke kalt und klar,
Ihr Elend sei Dir fremd und
weit,
verloren bist du, denkst du an Gefahr.
(Nietzsche) Der fernsten Welt gehört Dein Schein, Mitleid soll Sünde für Dich sein. Nur ein Gebet Dir gilt: Sei rein! 5.9.1954: Mein Zaukental
In Schandau an der Elbestrand
Mein Zaukental so wunderschön Da liegt ein Talesgrund.
Mit Deinen waldbegrünten Höhn Du Tal wo meine Wiege stand,
Ich liebe Dich, ich liebe Dich Dein denk
ich jede Stund.
Mein schönes Zaukental.
(„Zaukenclub“) 1957: Kameraden am Seil und Kameraden im
Leben, das ist das Ziel, was wir erstreben! 1959. Öffnet Eure Seelen in der Bergnatur, laßt sie aufwärts streben über
heilige Flur. 1961: Hohe Berge nehmen des Menschen Sinn
gefangen und bringen sein Bestes zur Entfaltung. 1966. Das alte ist vergangen und ein neues
Jahr bricht an und
wieder ziehn uns mächtig in ihren starken Bann die schönen Heimatberge, die Zinnen
schroff und kühn empor zu stolzen Gipfeln laßt uns aufs
neue ziehn.. 1968: Wo das Blau über den Bergen glänzt, ein grünes Tal die Höhen umgrenzt, wo Bergsteiger grüßen vom felsigen
Rand dort ist mein Herz, mein Heimatland. 1979: Du sollst die Berge nicht durch
Rekordsucht entweihen, du sollst ihre Seele suchen! 1983: Auf die Berge will ich steigen, wo die frommen Hütten stehen, wo die Brust sich frei erschließt und die freien Lüfte wehen. Auf die Berge will ich steigen, wo die dunklen Tannen ragen Bäche rauschen, Vögel singen und die stolzen Wolken jagen. Lebet wohl, ihr glatten Säle, Glatte Herren! Glatte Frauen! Auf die Berge will ich steigen Lachend auf Euch niederschauen!
(H.Heine, „Harzreise“) 18.12.1985: Hier saß ich und schlief, bis der Bergrettungsdienst mich rief. Vom Ku´damm zum Spitzhübel war´s nur
ein kleiner Schritt. 1986: Füße kalt und Hände klamm, wenn wir bloß den Gippel ham´. 1987:
Die Idee hat die Welt verändert, der
Glaube hat sie uns erhalten . 1993: Wo über Dir nur Himmel ist, dort ist
der Gipfel. 31.5.97: Die Berge, die du nicht versetzen
kannst, mußt du mühevoll erklettern. 1999: Nur was du hingeben kannst, wirst du
wirklich empfangen können. SpornDer
bedeutendste Augenblick ist immer der gegenwärtige. Der
bedeutendste Mensch ist immer der, der gerade vor Dir steht. Der
bedeutendste Wert ist immer die Liebe. Manche,
von denen man glaubt, sie wären
gestorben, sind nur verheiratet. Sehnsucht
ist alles, haben ist nichts. Sumpfporstkegel1993: Mittelmäßige
Geister verurteilen alles, was ihren Horizont übersteigt. 1996: Grundgesetz
beim Bergsteigen: „Hinauf führt das Wollen, hinunter das Müssen.“ 1997: Mensch
Heinz! Das ist doch wohl ein Scherz! Die
Jahreserste auf diesen Turm erst im März! 1999: Wenn
die Gefahr am größten ist... ...steh
einfach auf und geh frühstücken! Thorwalder Turm27.12.1953: Mein
Felsenreich
Ich lieb euch gleich Vom
Schnee so weiß
Wie im Sommer so heiß. 1955: Es
gibt nur eine Form des Bergsteigens, die Berechtigung hat: Jene, die das Streben
nach Erhebung aus den Niederungen des menschlichen Seins verkörpert. 1956: Drum
will ich, bis ich zu Asche werde, mich dieser schönen Welt erfreun! 31.12.1957: Laßt
uns, eh das Jahr sich neigt, noch
einmal zum Gipfel ziehn, daß
in klarer Höhe schweigt alles
Sorgen, alles Mühn! 1961: Graue
Felsen mit stolzen Zinnen, dunkle
Täler und rauschender Wald, schöne
Heimat, das Lied soll klingen, Dir
zum Gruße es vom Gipfel hallt. 1965: Dem
Glücklichen schlägt keine Stunde. 1977: Härte
ist es , die dem Diamanten Glanz verleiht! 1986: Unser
Leben kann nicht immer voller Freude, aber immer voller Liebe sein! 1987: Wo
das Blau über den Bergen glänzt, wo
grünes Tal die Höhen begrenzt, wo
Bergsteiger grüßen von felsigem
Band, dort
ist mein Herz, mein Heimatland. 1988: There are more things in
heaven and earth, horatio, than are dreamt off in your philosophy. 3.10.1990: Gute 3.11.90: Oh
Himmel du, wir folgen dir, mit fröhlichem Klang und Schritt. 1992: Unbegreiflich
ist die Sehnsucht des Menschen nach dem Berg. 1994: Wer
die Zeit verklagen will, daß so zeitig sie verraucht, der
verklage sich nur selbst, daß er sie nicht zeitig braucht. 1998: Was
verkürzt mir die Zeit? Tätigkeit! Was
macht sie unerträglich lang? Müßiggang! Was
bringt in Schulden? Harren und dulden! Was
macht gewinnen? Nicht lange besinnen! Was
bringt zu Ehren? Sich wehren! 1999: Schlagt
ein die Fässer und laßt es laufen! Thorwalder Wächter1954: Hoch
auf dem Berge steh´ ich hier, umweht
von Frische – wie wohl wird mir! 1970: Bergwelt
hat ewigen Bann. 1976: Die
Bergwelt ist die schönste Welt. 1982: Menschen,
die die Berge lieben sind
in tiefster Seele frei. Sie
entschweben leicht dem trüben alltagsschweren
Einerlei. (Goethe) 1986: Der
Mann mit einer neuen Idee ist ein komischer Kauz, bis sich die Idee durchsetzt. 1988: Der
Sicherheitswahn lähmt die Lebensgeister. Deshalb sind wir vom Abenteuer
fasziniert wie ein Sträfling von der Freiheit. 1990: Am
Gipfel hoch, wie Alpenglühn die
Sonn hernierdersinkt. Auf
daß ab diesem Jahr noch oft mein
Jodler hier und dort erklingt. 1994: Nie
stille steht die Zeit, der
Augenblick entschwebt, und
den Du nicht genutzt den
hast Du nicht gelebt. 1995: In
den Bergen da ist Treue, in
den Bergen da ist Ruh. Diese
gibt mir stets auf´s Neue, daß
ich wiederkommen tu´. 1996: Es
tut nicht gut auf dieser Welt wenn
man auf etwas Hartes fällt. 1997: Mit
drei Worten besiege ich meine Angst: „Du steigst vor!“
1998: JEDER
Weg zum rechten Zwecke Ist
auch recht in jeder Streche. 1999: Lieber
vom Fels zertrümmert als
auf einer Frau verkümmert. Thorwaldstein1956: Meine
größte Freude ist auf den Bergen. 1960: Hier
ist Frieden, hier ist Stille, hier
versinkt des Menschen Wille von
der mächtigen Natur. 1966: Frisch
auf, Berggefährten... 20.6.72: Am
18.6. beim Nachholen Schulter ausgekugelt, OP-Schwester H.Bähr unterwegs
eingekugelt. Ihr zum Dank heute frei geklettert, um dies eintragen zu können. 1978: Auf
Bergeshöhn und Wiesenhain, ein neues Jahr beginnt, auf
daß noch manches schöne Jahr mein „Berg heil“ erklingt. 17.6.1978: Im
schönen deutschen Lande! 3.8.1978: Grüß
euch , ihr Berge und Täler! 1982: Wer
langsam geht, geht gut, wer gut geht, kommt weit. 1988: Um
so etwas zu Ende bringen zu können, muß man frei sein; frei von Angst, frei
von Frauen und frei von materiellen Wünschen.
(Messner) 1989: Ob
Thorwaldstein, ob Everest, Hauptsache,
du bist oben geweßt! (und
schon wieder voll gewest!) 1990: Allen
Bergfreunden viel Glück für die großen Berge der Welt! 1992: Allen
ein ereignisreiches Kletterjahr! 1996: Villa
Fernblick, wie warst du schön, nun
müssen wir ohne Dich in die Ferne sehn! Totensteiner NadelWer
niemals einen Berg bestiegen,
grau ist unser Berge Wand, nie
sah der Welten Herrlichkeit,
deutsch sind unsre Lieder, blieb
wie ein Klotz im Tale liegen,
Berg Heil, Ihr Kletterbrüder! der
tut uns in der Seele leid.
Es ist die Härte, Grün
ist unser Elbestrand,
die dem Diamanten Glanz verleiht. Verborgener Turm, Hinterer1988: Wer ständig sagt, sein Name sei Hase, braucht sich nicht zu wundern, wenn man ihn in die Pfanne haut! Wer stets nur nach der Sieben schaut, nicht nach dem Weg daneben, dem wird im Herzen nie vertraut, was und die Berge geben. Waitzdorfer ZinneDes
Kletterns Reize liegen
in der Spreize die
Wege von dem Gantze sind
doch nur Gebranze. Wartburg1990: Bergheil
im Jahre der Freiheit anno 1990. 1992: Allen
eine gesunde Rückkehr! 1995: Es
ist nicht wenig Zeit, was wir haben, sondern
es ist viel, was wir nicht nutzen. 29.7.1995: Heute:
Er und ich, auf und nieder, immer wieder. 1997: Keiner
kann sagen, er bleibe irgendwo für immer. Nur die Berge halten ihren Platz. 1998: In
Gedenken an meinen Opa, Uli und Bichler. 1.1.2000,
04 Uhr Es
gibt nur zwei Dinge, die unendlich sind: Das Weltall und die Dummheit der
Menschen. Wobei ich mir bei letzterem nicht mehr so sicher bin. WeberschluchtsteinWir
brauchen am Fels nicht 5-Sterne-Hotels um
herumzufahrn, keine Autobahn, wir
wissen nicht, was das hier soll, wir fühlen
uns auch ohne wohl. 1973: Trinkfest
und arbeitsscheu aber
den Bergen treu! 29.5.1982: Gegen
die Bergsteigerregeln, aber auf kletternde Weise. S.K. und J.T. aus Weimar 1983(!): Es
gibt vielerlei Grenzen für den Menschen: gedachte und bewachte! 1989: Was
du heute kannst besorgen, sollst
du nicht erst morgen borgen! WehlnadelSauer macht fröhlich, sagte der Wald. Und lachte sich tot. Winterbergnadel1981: Das
Leben ist die Fülle, nicht die Zeit. (Vom
Grabstein Emanuel Strubichs) 1982: Immer strebe zum Ganzen, und kannst du
selbst kein Ganzes werden, als dienendes Glied schließ an ein Ganzes dich an! 1983: Lieber
einen Sack mehr als einen Weg weniger. Zauberstab1974: Frisch
gewagt ist halb gewonnen. 1985: Wir
wollen uns nicht selber loben, doch
waren wir die Ersten hier oben! 1986: Dort
wo der Fels am höchsten ist gleich
unterm Himmelszelt, dort
wo der steile Gipfel grüßt ja da
ist unsere Welt. Zeichengrundspitze22.7.1951: Wer
niemals einen Berg bestiegen, nie
sah der Welten herrlich weit, blieb
wie ein Klotz im Tale liegen, der
tut mir in der Seele leid. Denn
von des Schöpfers Macht und Güte ging
ihm kein Schimmer zu Gemüte 1958: Der
Menschheit Würde ist
in Eure Hand gegeben! Bewahret
sie! Sie
fällt mit Euch, mit
Euch wird sie sich heben. 1968: Nimmer
geht jemals verloren Was
Erleben war am Berg – immer
wieder wird es geboren drängt
zu Taten und zum Werk. 1970: Sonne
über Wolken, über Nebeln Licht Wohl
uns, die wir steigen. Die
sich immer neigen
sehn das Leuchten nicht. Aufwärts
das Gesicht! 1971: Huch
ist das kalt und
der Hintern naß trotzdem
macht das Klettern Spaß. 1972: Je
höher wir hinaufsteigen, desto kleiner wird, was wir unten zurücklassen. 1974: Aufwärts
steigen ist mühsam, aber es ist der Weg in die Höhe. 1975: Empor
führt der Weg zum Licht!
1979: Klettere
wo und wann du willst –
aber
bedenke, daß ein einziger unbedachter Schritt das
Glück eines Menschenlebens vernichten kann. 1981: Der
Biwaksack ist zerrissen, der
gehört mal wieder gestopft. Nein,
das ist, mußt Du wissen, meine
Nase, die da so tropft. Wir
biwakieren, wir biwakieren in
einer schrecklich steilen Wand. Wir
biwakieren, wir biwakieren Auf
einem fingerbreiten Band. 1984: Es
ist ein großes Glück, wenn man fähig ist, sich zu freuen. 1985: Gefährlich
ist beim Traversieren Balance
oder Halt verlieren, weil
dann trotz bester Sicherung der
Quergang wird zum Pendelschwung. 1990: Egal
welchen Berg man ersteigt, oben wird man immer weiter sehen. 1991: Am
Berg bin ich König, im Tal bin ich Knecht. ZweifreundespitzeDumme machen immer denselben Fehler, Kluge immer neue! |